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Rückenschmerzen mindern die Lebensqualität erheblich
und richten auch volkswirtschaftlich einen großen Schaden an. Aber:
Rückenschmerzen müssen nicht sein!
Es gibt eine Menge von Übungen, mit denen die Muskulatur gestärkt
und der Rücken wirkungsvoll unterstützt werden kann.
Die Bandscheibe nimmt bei Entlastung Flüssigkeit und Nährstoffe auf. Wenn diese belastet wird, wird die Flüssigkeit und mit ihr die Schlackenstoffe herausgepresst. D.h. die Bandscheibe lebt von der Bewegung.
Richtig stehen, sitzen, liegen, bücken oder tragen muss von den meisten Menschen die Probleme mit der Wirbelsäule haben erst wieder gelernt werden. Denn nur wenn man sich richtig bewegt, werden die Bandscheiben gleichmäßig belastet.
Deshalb sollten folgende Dinge beachtet werden:
1. Die richtige Hebetechnik:
- so dicht wie möglich an den Gegenstand herantreten
- in leichter Grätschstellung und mit gestreckter Wirbelsäule heruntergehen, in den Hüftgelenken darf abgeknickt werden
- Gegenstand ergreifen, an sich heranziehen und mit gestreckter Wirbelsäule aufstehen
- gehen Sie in Schrittstellung
- neigen Sie den geraden Oberkörper durch Kippen des Beckens im Hüftgelenk nach vorn
- beugen Sie das vordere Knie (das vordere Bein dient dabei als Rückenstütze)
- nach Anheben des Gegenstandes mit gestrecktem Rücken können sie diesen auf dem vorderen Knie abstellen
3. Lasten richtig tragen:
- Traglasten möglichst aufteilen
- kleinere Lasten tragen und lieber einmal mehr gehen
- Traglasten gleichmäßig verteilen
- große Lasten immer dicht am Körper tragen
- je größer der Abstand zwischen Traglast und Körper ist, desto höher die Belastung für die Wirbelsäule, insbesondere für die Bandscheiben
- niemals Lasten mit "Ruck" anheben
- bei bestehenden Beschwerden niemals schwere Lasten von ganz unten heben
- tief stehende Gegenstände immer zuerst aus dem Einbeinkniestand heraus heben
- bücken mit starker Beugung der Hüften und horizontaler Stellung der Wirbelsäule ist besser als das Bücken mit senkrecht stehender Wirbelsäule
In Übungsanleitungen findet man immer wieder Begriffe wie Mobilisation, Dehnung, Stabilisation, Kräftigung oder Körperwahrnehmung. Diese Bilden die Eckpfeiler eines guten Trainingsprogramms.
Mobilisation:
Hier wird durch spezielle Übungen die Beweglichkeit gefördert. Viele Alltagsbewegungen werden erleichtert und Verletzungen des Muskel- und Bewegungsapparates werden vorgebeugt.
Dehnung:
Durch dehnen der Muskulatur wird der Bewegungsspielraum der Gelenke vergrößert und die Verletzungsanfälligkeit vermindert.
Kräftigung:
Der Stütz- und Bewegungsapparat wird wesentlich durch die Kräftigung der Muskulatur entlastet.
Stabilisation:
Die Stabilisation ist eigentlich ebenfalls eine Kräftigung der Muskulatur in körpergerechter Haltung.
Grundregeln:
- sanft beginnen
- rainingsdauer und -intensität nur langsam erhöhen
- ruhig und gleichmässig atmen
- bei Anspannung ausatmen und während der Entspannung einatmen
- die Übungen sollten fünf bis zehnmal wiederholt werden
- bei Schmerzen die Übung abbrechen
So groß ist der Druck auf die Bandscheibe:
Ausgangsstellung Belastung der Lendenwirbelsäule
Rückenlage ca. 25kg
Seitenlage ca. 75kg
Gehen ca. 85kg
Stehen ca. 100kg
Sitzen ca. 140kg
Sitzen und nach vorne beugen ca. 175kg
Aufrichten aus der Rückenlage ca. 180kg
Anheben von 50kg aus der Hocke ca. 200kg
Anheben von 50kg mit nach vorn geneugtem Oberkörper ca. 700kg
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